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Tipps für die Grundausstattung eines Camping-Vans der Kategorie Campster, Crosscamp oder VW Bulli.

Camper Ausstattung – Was braucht man im Campster

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Die 10 wichtigsten Tipps zum Zubehör für den Start ins Campster-Abenteuer

Der Campster, respektive Crosscamp, oder auch der Klassiker VW-Bulli steht auf dem Hof und nun soll es losgehen. Voller Aufregung geht es an die Planung für die erste Tour. Aber was braucht man eigentlich alles im richtigen Vanlife auf Reisen im neuen Camper-Van?

Diese Frage ist berechtigt und sollte gründlich recherchiert sein, bevor die erste Ausfahrt negativ getrübt wird, weil dies und jenes fehlt.

Rückblickend kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass man erst unterwegs merkt, was man so alles braucht. Ich habe deshalb die wichtigsten Dinge einmal aufgeschrieben. Das muss nicht für jeden dieselbe Bedeutung haben wie für mich. Lasst euch inspirieren und entscheidet selbst!

1. Thermomatten

Spätestens wenn es dunkel wird, fällt dir auf, dass du wie auf dem Präsentierteller sitzt. Mit Licht im Bus nützt das Privacy Glas gar nix! Wenn du nicht auf Peepshow stehst, brauchst du an dieser Stelle eine Lösung: Verdunklung!

Die fehlende Privatsphäre ist das eine, die Wärme durch Sonneneinstrahlung das andere. Für mich sind deshalb  Thermomatten ein „Must have“.

Ich habe mir die Version mit den Saugnäpfen besorgt. Nicht ganz das Gelbe vom Ei, aber eine verhältnismäßig preiswerte Lösung (140,00€). Das siebenteilige Set habe ich bei CampingWagner bestellt.

Auf der Camping-Messe Caravan und Co. in Rendsburg habe ich aber eine richtig gute Lösung der Firma Projekt Camper gesehen, die sehr schöne Maßanfertigungen mit Magneten herstellt. Das hat allerdings seinen Preis. 695 Schleifen werden aufgerufen. Puuh! 

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2. Sonnensegel

Gerade im Sommer will man draußen einen schattigen Platz haben und da ist so ein Sonnensegel eine tolle Sache. Eine Kederleiste (ca. 400€ mit Einbau) am Bus nachzurüsten zum Befestigen ist allerdings Pflicht. Sonst gibt es Probleme mit der Stabilität. Die Deluxe Variante ist eine Markise.  Fest montiert ist sie mit wenigen Handgriffen aufgebaut. Das lästige Abspannen von Zeltstangen entfällt. Der Vorteil ist gleichzeitig der Nachteil. Das riesige unförmige Teil hängt eben auch auf der Autobahn, wenn es nicht gebraucht wird,  an der Seite und stört die Aerodynamik oder macht sich selbstständig bei Sturm.

Ich habe mir das Qeedo Motor Tarp  geholt und bin sehr zufrieden. Der variable Aufbau kann der jeweiligen Sonnen- und Windsituation angepasst werden.

3. Vorzelt

Aufgebautes Buszelt Qeedo Quick Motor in der Frontalansicht
Das Qeedo Quick Motor Buszelt am Citroen Campster

Ein Buszelt ist gerade für kleine Vans wie Campster, Crosscamp oder VW Bulli ein wichtiges Thema. Mit einem Zelt kannst du den Nachteil deines kleinen alltagstauglichen Gefährts sehr gut ausgleichen. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass man auf längeren Reisen gerne mehr Platz zur Verfügung haben möchte.

Zu diesem Thema habe ich einen ausführlichen Erfahrungsbericht über das Qeedo Quick Motor Buszelt geschrieben.

Update 2024: Mittlerweile gibt es ein anderes Setting zu meinem getesteten Zelt. Die Schleuse bzw. der Übergang (qeedo Quick Base Connector Van) zwischen Zelt und Bus ist jetzt optional erhältlich. Da viele das Quick Motor Free (freistehend!) gekauft haben, hat man sich seitens des Herstellers auf dieses Produkt beschränkt und optional kann man die Verbindung dazu kaufen, wenn man das nutzen möchte.  

4. Keile

Spätestens wenn der Kaffee aus der Tasse läuft, oder dir das Blut beim Schlafen in den Kopf steigt, denkst du über Keile nach. Nicht nur freistehend in der Natur hat man das Problem mit Unebenheiten, sogar auf vielen Campingplätzen gibt es sie. Dafür gibt es im gut sortierten Einzelhandel oder Onlinehandel Keile. Es gibt sie aus unterschiedlichen Materialien, aber aus Kunststoff sind sie leicht, preisgünstig und gut zu verstauen.

5. Aufbewahrungsmöglichkeiten

Man muss zugeben, dass der Schrankplatz im Campster, Crossi oder Bulli sehr beschränkt ist. Es passen bei weitem nicht alle Utensilien in die dafür vorgesehenen Schränke. Wenn der Tisch aufgebaut ist, dann wird der Schrankplatz unter dem Tisch zur Kriechpartie. Deshalb muss eine Aufbewahrungsbox her, die hinter dem Rücksitz gut erreichbar ist. 

In einem kleinen Bus wie dem Campster wird man nach dem Motto. „wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum suchen!“ nicht glücklich. Deshlab habe ich mir den Fortem Kofferraum Organizer zugelegt.

Auch Müll muss irgendwo entsorgt werden. Der Knodel Auto Mülleimer macht einen guten Job. Er kann an die hintere Kopfstütze befestigt werden und hat oben eine Öffnung. So lässt sich von der Rückbank aus alles gut entsorgen. Zudem ist er noch wasserdicht, was wichtig ist um keine Schweinerei im Auto zu bekommen.

6. Fahrradträger

Für mich ein Must-must-have! Nun mache ich leidenschaftlich gerne Radtouren, aber auch für gelegentliche Kurztrips ergänzt ein Rad den Campster ungemein. Für Ausflüge und Erkundungen am Zielort muss nicht immer im Van alles ab und wieder aufgebaut werden.

Ich habe von meinem Campster-Vorgänger-Fahrzeug einen Fahrradträger der nicht weit genug klappbar ist, um die Heckklappe zu bedienen. Davon rate ich ab! Es gibt tolle Lösungen, die das ermöglichen und das sollte man sich gönnen. Man muss immer mal ans Heck und dann alles komplett abbauen. Nervig!

Deshalb habe ich mir den Träger der Firma Bullwing geholt. Der hat einen enormen Klappwinkel und gibt somit die hintere Klappe frei ohne die lästige Demontage der Räder.

7. Externe Stromversorgung

Einer meiner ganz großen Kritikpunkte am Campster ist das Thema Strom. Sehr enttäuschend ist das, was werkseitig vorgegeben ist. Ein USB Anschluss in der Armatur, der nur im Fahrbetrieb funktioniert und nicht mal unter Landstrom. Ebenso zwei 12 Volt Steckdosen. Eine separate Kühlbox über 12 V betreiben ohne Landstrom, Pustekuchen! Ich habe mir die Travelbox der Firma Crosstools geholt. Meinen Erfahrungsbericht dazu findest Du hier. Mittlerweile gibt es gute, günstigere Alternativen wie den Grecell-Akku mit der doppelten Leistung für den selben Preis.

8. Tisch und Stühle (Outdoor)

Gaaanz wichtig! Der Klappstuhl, der dich in Urlaubsstimmung bringt. Wobei der Klappstuhl für die Van-Klasse zu sperrig ist, ein Faltstuhl ist die bessere Option. Platzsparend und trotzdem bequem sollte er sein. Gar nicht so einfach!

Da in der Van-Klasse Packmaß alles ist, kommt nur ein faltbarer Stuhl in Frage. Trotzdem sollte er nicht wackelig sein und außerdem noch einen guten Sitzkomfort haben. Man denkt, dass kann nicht zusammenpassen, aber unsere Stühle von Naturkönig sind echt super. Die sind wirklich robust und sollen bis 160 Kilo belastbar sein. So schwer bin ich zum Glück nicht. 

Beim Camping-Tisch haben wir uns auch für eine faltbare und klappbare Variante entschieden. Er ist sehr variabel und für bis zu 4 Personen geeignet. Die Höhenverstellung ist praktisch auch wenn das Gelände uneben ist. Die Beine sind individuell verstellbar. 

9. Kaffeezubereiter

Braucht man einen pfeifenden Wasserkessel? Unbedingt! Heißes Wasser ist schon mal eine Grundlage für vieles. Auf jeden Fall für Kaffee! Und der muss…! Also ja, den guten alten Wasserkessel in einem kleinen Camperformat sollte man haben. Welche Art der Kaffeezubereitung man dann im Anschluss auswählt, hat auch etwas mit Geschmack und Handhabung zu tun. Viele Kaffeetrinker schwören auf die italienische Bialetti. Auch die French-Press von Milu findet man häufig. Tatsächlich habe ich mich am Ende für die simpelste und billigste Lösung entschieden. Für den Filterbehälter aus Plastik plus Thermoskanne. Tut seinen Job und ist einfach im Handling. Die Bodum habe ich auch ausprobiert, ist aber in der Handhabung nicht so praktisch, in einem kleinen Van mit Mini-Spülbecken.

10. One more thing (Klo)

Campingtoilette
Toiletteneimer als Alternative zur Chemietoilette

Die Van-Klasse hat nun mal kein WC. Das ist tatsächlich ein großes Manko, ist aber aufgrund des geringen Platzes als festintegriertes Feature sehr selten zu finden. Hilft nur etwas Portables. Portapotti und Konsorten sind im Chemie-Bereich da der Standard. Oder aber man bedient sich des guten alten Katzenstreus in einem toiletten-ähnlichen Eimer (Siehe Abbildung). Der tut es auch im Notfall und nur dafür braucht man ihn.

Weitere hilfreiche Tipps zum Thema Toilette findet ihr in dem Artikel „11 Alternativen zur Chemie in der Campingtoilette“ bei meinen Freunden von campingbuddies.de

Fazit

Das waren meine persönlichen 10 Dinge, die ich für meinen Campster als "Must-Have" bezeichnen würde. Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe von Dingen, die mit der Zeit dazu gekommen sind. Da muss jeder seine Erfahrungen sammeln und sich seinen Van nach den eigenen Bedürfnissen zusammenstellen. Also, loslegen, Erfahrungen sammeln und das ein oder andere Lehrgeld bezahlen. Ohne geht es nicht, aber vielleicht hilft dieser Post zumindest bei der Grundausstattung 😉
Arne
Campster-Fahrer

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Silke Wünsch

    Hi Arne,

    Wir haben auch den Campster und lieben ihn schon auch sehr. Das Queedo-Tarp haben wir auch, allerdings arbeiten wir da noch mit den mitgelieferten Saugnäpfen und Neodym-Magneten. War letzten Sommer auf jeden Fall regenfest, starken Wind hatten wir nicht. Das Tarp ls solches ist super, auch die Stangen sind sehr stabil und praktisch mit dem Verstellmechanismus. Eine Sache würde ich noch auf jeden Fall dazutun: Für den Winter. Wir schlafen „getrennt“, einer oben, einer unten mit dem Hund. Wer auf der Rückbank schläft, dem wird definitiv kalt trotz Standheizung. Da sollte noch ne Isomatte drauf, dann ist alles fein. Oben die Matratze ist thermomäßig super. Das fehlende Klo für absolute, also wirklich ABSOLUTE (flüssige) Notfälle ist bei uns ein großes Gurkenglas. Das Katzenstreu (2 Eimer, feste Müllbeutel, Schaufel, Streu, das alles im Decathlon Umkleidezelt, oben noch abgeplant) kam allerdings schon bei Festivals zur Anwendung. Dein Klo, das du da erwähnst, scheuen wir uns mal an. Ebenso das Queedo-Vorzelt.

    Inzwischen haben wir die Rückbank rausgenommen, weil sie für uns eher überflüssig ist – mit Isomatte kann man auch auf dem Boden schlafen – und werden diesen Sommer eine klappbare Schlaffläche einbauen mit entsprechend Stauraum.

    Die Stromnummer finde ich extrem ärgerlich. Werde mit Interesse deinen Bericht zur Travelbox lesen. Danke für deinen Beitrag!

    (In meinem Blog steht noch nix über unseren Bus – falls du gucken solltest.)

    1. Arne

      Hallo Silke,
      vielen Dank für Dein Feedback! Habe sehr gelacht beim Gurkenglas, aber was soll man machen. Hier bei uns im Norden sagt man: Wat mut dat mut! An der Stromnummer bin ich gerade dran. Dank Sonnenschein kann ich überall ernten und es ist ein mega Gefühl ein „Landstromkabel zur Sonne“ zu haben. Demnächst mehr in diesem Kino!

  2. Alex

    Hi Arne

    Klasse Aufzählung.

    Wir sind auch seit August 21 stolze Campsteraner.
    genau diese 10 Punkte sind auch unser must have.
    1. auch wir haben mit den Saugnapfmatten begonnen, jetzt habe wir für hinten die von Projekt Camper, nie wieder was anderes. Allerdings wie du schon sagtest nicht billig aber sie sind es wert und hübsch. Die für vorne folgen bald. Im Moment habe wir für vorne eine die man von außen auflegt. Vorteile: einfach in der Handhabung, hält Kälte ab. Nachteil: großes Packmaß, wird feucht und wird so zum Problem wen man den Stellplatz verlässt mit Saharastaub inklusive. Aber für unsere Wintertouren trotzdem die erste Wahl.
    2. Sonnensegel: jupp wird dringend benötigt, hier müssen wir nachbessern, das billige von Wagner ist halt billig das ist aber auch alles, das von dir erwähnte wird wohl dann in der engeren Wahl sein, danke dafür.
    3. und 6. Vorzelt haben wir ein richtig gut und nicht billiges von Outwell geholt, das ist toll. Unsere Bikes können so in der Schleuse vom Zelt zu Bus stehen, denn da habe wir das Problem was du beschreibst mit dem abklappen bei unserem Thule langt das nicht aus. Wir hatten den schon zuvor und geben uns damit erstmal zufrieden. Aber auch das steht auf unserer langen Kaufliste.
    4. ja das war das allererste was wir gleich beim Kauf des Vans mitgenommen haben. Mir macht es viel Spaß und Micha(Frau) ist jedesmal perplex wie schell ich beim nivelieren bin 😉
    5. Stauraum: hier haben wir schon mit einem großen Vollauszug nachgebessert, im Moment bin ich bei einem größeren Umbau. Wir bauen eine ausziehbare Sitzbank längs ein um hier besser an die Schränke zu kommen, auch da ist eine große Kiste drinnen. Da wir meist alleine unterwegs sind benötige ich die sehr sehr schwere, klappbare Sitzbank nicht wirklich. Wenn das fertig ist wird die Küche durch einen Selbstbau ersetzt, auch dort wird mehr Stauraum vorhanden sein.
    7. und 9. Wir haben auch eine Powerstation, deine Beschreibung: Top. Wir haben uns für die größere Version, nämlich von Ecoflow die Delta, ja ich weis 1300 Stacken sind jede menge Holz gewesen, aber für uns unverzichtbar: unsere Kaffeemaschine und für Micha der Haarfön. Wahnsinn das Teil. Auch für Tagestouren der Hit.
    Ein Solarpanel steht auch auf der laaaangen Liste, ich denke wir werden uns aber für ein aufgeklebtes Panel am Dach entscheiden.
    8. Jupp, auch die Faltstühle haben wir für unsere Tagestouren, die hatten wir vorher schon für unsere Fahrradtouren geholt. Für längere Sommerreisen nutzen wir aber große Klappstühle die sind einfach schöner zum essen am Tisch. Aber du hast recht: sehr groß im Packmaß was uns aber auf längeren Reisen nicht so stört da wir eh nicht täglich umsetzen sondern meist drei Tage verweilen bis wir weiter fahren stehe die dann draußen.
    10. ja das Klo, wir nutzen das Bivvi Loo, kennst du das?, sehr sehr Top find ich. Natürlich nur für den Notfall, aber wir haben es schon einige male benötigt. Ganz großer Vorteil ist das Packmaß.

    Unverzichtbar noch das Stromkabel: Für das ich auch ein Packfach im Motorraum bauen werden, hierzu habe ich eine tolle Anleitung aus dem Pösselforum gefunden. Ebenso finden dort die Keile Platz.

    Freu mich schon auf weitere Berichte von dir.

    Gruß Alex

    1. Arne

      Mensch Alex,

      Klasse! Kannst gleich bei mir anfangen. Danke für den Austausch. Erfahrungen teilen und voneinander lernen, darum geht es. Du hast einige interessante Aspekte genannt, die ich mir mal in Ruhe ansehe. Die Eco Flow Delta wäre auch meine erste Wahl, wenn das Portemonnaie ausreichen würde. Nochmals vielen Dank für diesen ausführlichen Kommentar! 🙂

  3. Jan

    Moin Arne,
    super Auflistung. Allein beim Thema Thermomatten würde ich auch mal über eine Matte für außen nachdenken. Also eine, die über die vorderen Seitenscheibe und die Frontscheibe geht. So etwas hält sowohl die Wärme als auch die Kälte besser ab. Guuut, man muss dafür aussteigen und sie ist auch relativ groß. Dennoch 🙂

    1. Arne

      Hey Jan,
      guter Hinweis! Es macht richtig Sinn die Wärme außen zu stoppen, bevor sie eindringt. Außerdem ist das Innenteil doch sehr sperrig und hält aufgrund seiner Größe nicht immer an der Frontscheibe. Liebe Grüße Arne

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