Die AIDA App und ich werden wohl keine Freunde mehr. Eigentlich soll sie das Leben vor und während der Kreuzfahrt einfacher machen: Restaurants reservieren, Ausflüge buchen, das Tagesprogramm ansehen oder Spa-Termine vereinbaren. In der Praxis empfinde ich vieles allerdings als unnötig kompliziert.
Doch ausgerechnet diesmal hatte die AIDA App eine echte Überraschung für uns.
Während unserer Midsummer@Sea-Reise mit AIDAperla nach Norwegen erschien in unserem Postfach ein Angebot für den Private Spa: drei Stunden für 200 Euro.
200 Euro für drei Stunden Wellness? Im ersten Moment klingt das nicht gerade günstig. Wir waren allerdings zu viert – also 50 Euro pro Person. Und damit nicht genug: Im Preis waren außerdem Frühstück, Prosecco und zwei Teilkörpermassagen von jeweils 30 Minuten enthalten.
Da mussten wir nicht lange überlegen. Wir haben gebucht.
Preis: 200 € für 4 Personen (50 € p. P.)
Inklusive: Frühstück & Prosecco
Wellness: Whirlpool, Sauna, Dusche, beheiztes Wasserbett & Außenbereich
Extra: 2 Teilkörpermassagen à 30 Minuten
Unser Urteil: Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Was bekommt man im Private Spa auf der AIDAperla?
Als wir den Private Spa betraten, war mein erster Gedanke: Das ist schon ziemlich cool. Für die nächsten drei Stunden gehörte dieser Bereich tatsächlich nur uns.
Herzstück ist der große Whirlpool direkt an der Fensterfront. Dazu kommen eine eigene Sauna, Dusche und großzügige Liegeflächen. Durch die großen Fenster hat man dabei immer den Blick nach draußen – auf einem Kreuzfahrtschiff macht genau das für mich einen großen Teil des Reizes aus.
Vor allem aber herrscht hier etwas, das auf einem großen Schiff wie der AIDAperla nicht selbstverständlich ist: Ruhe und Privatsphäre. Keine Suche nach einer freien Liege, kein Kommen und Gehen – einfach Tür zu und für drei Stunden unter sich sein.
Frühstück und Prosecco im Private Spa
Als wir ankamen, war auch das Frühstück bereits für uns vorbereitet. Und das war nicht nur eine kleine Zugabe: Neben verschiedenen Frühstückssachen gab es Obst, Kaffee und weitere Getränke. Dazu stand eine Flasche Prosecco bereit.
So konnten wir ganz entspannt frühstücken, zwischendurch in den Whirlpool gehen oder einfach auf den Liegen sitzen und die Aussicht genießen. Gerade diese Kombination hat uns gefallen: Wir hatten keinen festen Ablauf und konnten die drei Stunden genauso verbringen, wie wir wollten.
Aus einem normalen Spa-Besuch wurde dadurch eher ein privater Wellness-Vormittag mit Frühstück.
Zwei Teilkörpermassagen waren inklusive
Das eigentliche Sahnehäubchen unseres Angebots waren für mich die Massagen. Im Gesamtpreis von 200 Euro waren zwei Teilkörpermassagen von jeweils 30 Minuten enthalten.
Gerade dadurch verändert sich die Rechnung deutlich. Denn wir zahlten zu viert insgesamt 200 Euro – also 50 Euro pro Person – und bekamen dafür nicht nur drei Stunden Private Spa mit Whirlpool, Sauna und Ruhebereich sowie Frühstück und Prosecco, sondern zusätzlich noch die beiden Massagen.
Spätestens an diesem Punkt hatten wir nicht mehr das Gefühl, uns für 200 Euro einen ziemlich teuren Spa-Vormittag gegönnt zu haben. Im Gegenteil: Das Gesamtpaket erschien uns überraschend attraktiv.
Die Massagen selbst waren angenehm, entspannend und eine schöne Ergänzung zu unserem Spa-Vormittag, haben uns aber nicht außergewöhnlich beeindruckt. Für uns waren sie eher ein willkommenes Extra des Gesamtpakets als der eigentliche Höhepunkt. Hätten wir sie separat gebucht, wäre meine Erwartung vermutlich etwas höher gewesen.
Drei Stunden ganz für uns – wie hat es uns gefallen?
Der Private Spa selbst ist für mich ein Traum. Mein persönliches Highlight war die große Whirlpoolwanne direkt am Fenster. Zu zweit im warmen Wasser zu liegen und dabei auf die norwegischen Berge zu schauen, war einfach atemberaubend. Genau für solche Momente macht man eine Norwegen-Kreuzfahrt.
Sehr angenehm fanden wir auch das beheizte Wasserbett. Nach Sauna und Whirlpool einfach hinlegen, die Wärme genießen und nichts tun – viel entspannter kann man drei Stunden auf einem Kreuzfahrtschiff kaum verbringen.
Für zusätzliche Wellness sorgte eine große Auswahl an Pflegeprodukten, die im Private Spa zum Ausprobieren bereitstand. Vor allem die Frauen bei uns nutzten die Gelegenheit ausgiebig. Von verschiedenen Cremes bis zu weiteren Pflegeprodukten gab es einiges zu testen – eine nette Ergänzung, die wir bei der Buchung gar nicht auf dem Schirm hatten.
Zum Private Spa gehört außerdem ein Außenbereich. Den konnten wir aufgrund des kühlen Wetters in Norwegen allerdings kaum nutzen. Zum längeren Aufenthalt war es uns schlicht zu kalt. Nach der Sauna war die frische Luft draußen dafür perfekt zum Abkühlen.
Auch das Frühstück hat uns sehr gut geschmeckt. Allerdings gibt es dabei einen Punkt, den man vor der Buchung bedenken sollte: Drei Stunden sind schneller vorbei, als man denkt. Wer ausgiebig frühstückt, verbringt einen nicht unerheblichen Teil seiner gebuchten Spa-Zeit am Tisch.
Das ist nicht unbedingt ein Nachteil – schließlich gehört das Frühstück zum Erlebnis. Man sollte sich vorher nur überlegen, worauf man den Schwerpunkt legen möchte: gemütlich frühstücken und Prosecco trinken oder möglichst viel Zeit in Sauna, Whirlpool und auf den Liegen verbringen. Beides ausgiebig zu genießen, wird in drei Stunden schon knapp.
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Ich buche meine Kreuzfahrten nur selten zum normalen Preis. Stattdessen nutze ich AIDA Specials, Frühbucheraktionen und die Wochenendangebote von Mein Schiff.
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Unser Fazit: Lohnt sich der Private Spa auf AIDAperla?
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