Eigentlich war für Juni 2026 gar keine Kreuzfahrt geplant. Eigentlich!
Dann kam plötzlich die Nachricht: Samu Haber tritt auf AIDAperla auf. Ja, genau der Samu Haber, den die meisten noch als Sänger von Sunrise Avenue kennen.
Bei meiner Frau und ihrer besten Freundin löste diese Nachricht sofort große Begeisterung aus. Beide waren hin und weg. Damit war die Entscheidung eigentlich schon gefallen.
AIDAperla, Norwegen und ein Konzert von Samu Haber – also wurde gebucht.
Eine besondere AIDA-Reise nach Norwegen
Und mit unserer Vorfreude waren wir nicht allein. Das Schiff schien bis auf den letzten Platz ausgebucht zu sein. In der Hoffnung, Samu Haber vielleicht zufällig zu begegnen, hielten wir auf unseren Rundgängen über das Schiff immer wieder die Augen offen. Die vorsichtige Nachfrage bei einem AIDA-Offizier brachte schließlich etwas Klarheit: Samu sollte nur auf der Etappe von Hamburg bis Bergen an Bord sein.
Bei den Mädels machte sich daraufhin zunächst etwas Ernüchterung breit. Die Hoffnung auf eine zufällige Begegnung – vielleicht sogar im Organic Spa – schwand damit deutlich. Der Friseurbesuch war also vermutlich nicht mehr ganz so erfolgversprechend wie gedacht, gelohnt hat er sich trotzdem.
Ein paar Tage später erfuhren wir beim gemeinsamen Fußballschauen von einer AIDA-Mitarbeiterin, die wir an Bord kennengelernt hatten, noch einige interessante Hintergründe. Demnach soll das Management von Samu Haber recht klare Vorstellungen davon gehabt haben, wann und wie Begegnungen mit Gästen stattfinden. Verständlich – schließlich ist er ein bekannter Künstler und Privatsphäre gehört auch auf einer Kreuzfahrt dazu.
Interessant war für uns aber der Vergleich mit den No Angels. Auf einer früheren AIDA-Reise wurden sie immer wieder ganz entspannt an Bord gesehen. Sie mischten sich unter die Gäste, waren im Schiff unterwegs und wirkten dabei völlig ungezwungen. Solche zufälligen Begegnungen machen eine Reise natürlich besonders und zeigen, dass das durchaus möglich ist. Am Ende entscheidet aber jeder Künstler – gemeinsam mit seinem Management – selbst, wie viel Nähe zu den Gästen er zulassen möchte.
Die Hardcore-Fans waren schneller
Bei AIDA sind gute Plätze im Theatrium immer sehr begehrt. Wenn dann ein Künstler wie Samu Haber auftritt, sieht die Sache noch einmal ganz anders aus.
Bereits am Morgen hatten die ersten Hardcore-Fans ihre Plätze besetzt. Wir waren ungefähr zwei Stunden vor Konzertbeginn am Theatrium. Eigentlich sollte man meinen, dass das früh genug ist.
Denkste!
Alle Sitzplätze waren bereits vergeben oder mit Jacken, Decken und sonstigen Reservierungsutensilien besetzt. Einige Fans warteten dort offenbar schon seit Stunden. Dagegen hatten wir keine Chance.
Aber ganz ehrlich: Ein Konzert ist doch sowieso nicht zum Sitzen da!
Perfekte Sicht auch ohne Sitzplatz
Also hieß es für uns: stehen.
In einem der Gänge rund um das Theatrium fanden wir schließlich einen Platz mit perfekter Sicht auf die Bühne. Offiziell sind die Gänge natürlich nicht als Zuschauerplätze gedacht. An diesem Abend wurde es jedoch geduldet.
Zum Glück!
Das Theatrium hat bei einem solchen Konzert einen großen Vorteil: Man ist unglaublich nah am Künstler. Keine riesige Halle und keine Bühne in weiter Ferne. Samu Haber stand gefühlt direkt vor uns.
Genau diese Nähe machte den Abend so besonders.
Samu Haber gab trotz Erkältung alles
Samu Haber war an diesem Abend hörbar erkältet. Das merkte man seiner Stimme teilweise an. Davon bremsen ließ er sich allerdings nicht.
Er gab alles!
Mit seiner sympathischen Art, seiner Gitarre und natürlich den bekannten Songs hatte er das Publikum schnell auf seiner Seite. Die Stimmung im Theatrium war großartig.
Gerade weil er gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe war, verdient der Auftritt umso mehr Anerkennung. Er hätte es sich sicher etwas leichter machen können. Stattdessen zog er das Konzert durch und begeisterte das Publikum.
Respekt!
Konzertatmosphäre mitten auf dem Schiff
Ein Konzert auf einem Kreuzfahrtschiff ist ohnehin etwas Besonderes. Tagsüber fährt man durch die norwegische Landschaft und am Abend steht plötzlich ein international bekannter Künstler auf der Bühne.
Natürlich ist das Theatrium keine klassische Konzerthalle. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt und bei bekannten Künstlern beginnt der Kampf um die besten Sitzgelegenheiten schon viele Stunden vorher.
Dafür erlebt man den Künstler aus einer Nähe, die bei einem normalen Konzert kaum möglich ist. Für uns war der Stehplatz deshalb kein Nachteil. Im Gegenteil: Die Sicht war hervorragend und bei einem Konzert darf man ruhig auch mal stehen.
Was sind eigentlich AIDA Specials?
AIDA bezeichnet besondere Event- und Themenreisen inzwischen als AIDA Specials. Bei diesen Reisen steht neben der eigentlichen Kreuzfahrt ein zusätzliches Programm im Mittelpunkt – beispielsweise mit Konzerten, Partys, Comedy, Tanz oder bekannten Gästen.
Unsere Reise trug den Namen „Midsummer@Sea“. Das Konzert von Samu Haber war dabei das große Highlight. Zusätzlich gab es unter anderem eine White Night, skandinavische Speisen und weitere Aktionen rund um das Mittsommerfest.
Samu Haber war also nicht zufällig auf unserer Norwegen-Reise an Bord. Das gesamte Special war auf besondere Erlebnisse und das Thema Mittsommer ausgerichtet.
Warum bietet AIDA plötzlich so viele Specials an?
AIDA selbst erklärt nicht ausdrücklich, warum diese Reisen in letzter Zeit so stark ausgebaut werden. Die Idee dahinter liegt für mich aber auf der Hand: Viele Schiffe und Routen kennt man inzwischen. Durch einen bekannten Künstler oder ein besonderes Motto bekommt eine eigentlich vertraute Kreuzfahrt einen neuen Reiz.
Und das funktioniert!
Wir sind dafür schließlich das beste Beispiel. Eigentlich war weder für Juni noch für Norwegen eine weitere Kreuzfahrt geplant. Dann wurde Samu Haber angekündigt – und plötzlich war die Reise gebucht.
Mit den unterschiedlichen Specials erreicht AIDA außerdem ganz verschiedene Zielgruppen. Schlagerfans interessieren sich für andere Reisen als Tanzbegeisterte, Comedy-Fans oder Familien. Gleichzeitig lassen sich besondere Eventreisen natürlich auch zu einem höheren Preis verkaufen.
Das ist grundsätzlich in Ordnung. Künstler und zusätzliches Programm müssen schließlich bezahlt werden. Als Gast sollte man sich aber vorher überlegen, wie wichtig einem das jeweilige Special wirklich ist.
Mein Fazit zum Samu-Haber-Konzert auf AIDAperla
Das Konzert von Samu Haber war ohne Frage das Highlight unserer Reise. Die Stimmung, die Nähe zum Künstler und der besondere Rahmen im Theatrium machten den Abend zu einem Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden.
Ehrlich muss man allerdings auch sein: Eine solche AIDA-Special-Reise ist etwas teurer als eine vergleichbare normale AIDA-Reise. Den Auftritt eines bekannten Künstlers gibt es also nicht einfach kostenlos dazu. Der besondere Anlass schlägt sich auch im Reisepreis nieder.
Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt davon ab, wie wichtig einem der Künstler und das besondere Konzerterlebnis sind. Für echte Samu-Haber-Fans dürfte die Antwort ziemlich eindeutig sein. Man verbindet eine Norwegen-Kreuzfahrt mit einem Konzert in außergewöhnlich persönlicher Atmosphäre.
Für uns hat es sich gelohnt. Meine Frau und ihre beste Freundin waren sehr begeistert, ich natürlich auch, das Konzert war großartig und wir erlebten einen besonderen Abend.
